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Auf die richtige Platzwahl kommt es an

Wie finde ich einen geeigneten Platz zum Draußen schlafen?

Planung vor dem Aufbruch

Schon bevor du zu einer Nacht unter freiem Himmel aufbrichst, solltest du dir Gedanken über einen geeigneten Schlafplatz machen.

 

  • Von zu Hause aus lassen sich mögliche Gebiete mittels Karten und Luftbildern erkunden.
  • Für eine gelungene Nacht draußen muss es nicht direkt der höchste und abgelegenste Gipfel sein. Nicht weit von der Haustüre entfernt gibt es auch schöne Flecken Natur für ein solches Erlebnis (z.B. Garten, Balkon, See, Hausberge oder -hügel).
  • Versuche vielgenutzte Plätze zu vermeiden. Teile deine Ortswahl nicht in den Sozialen Medien.
  • Achte darauf, dass der Platz noch bei Tageslicht erreichbar ist. Deinen Schlafplatz solltest du möglichst spät abends aufbauen und möglichst früh abbauen.
  • Meide empfindliche Lebensräume (z.B. Moorlandschaften, Auen, Weiden, Heidekrautfluren) und ausgewiesene Schutzgebiete. Naturschutzgebiete kannst  in den Alpenvereinskarten und Lanschaftsschutzgebiete z.B. im Bayernatlas einsehen.
  • Kontaktiere mögliche Anwohnende, Hütten- oder Gasthofwirtsleute, Seilbahnpersonal und andere Personen, die sich Sorgen machen könnten. So kannst du Fehlalarm beim Rettungsdienst vermeiden oder weißt selbst im Notfall über Hilfsmöglichkeiten Bescheid.
  • Wichtig ist, dass du dich vorher über die rechtlichen Bedingungen und den Wetterbericht vor Ort erkundigst.
 

Kriterien vor Ort

Wenn du dein ausgewähltes Gebiet erreicht hast, kannst du den genauen Platz für deine Nacht unterm Sternenhimmel anhand von einigen Kriterien auswählen.

 

  • Beschaffenheit des Bodens (Trockenheit, Ebenheit, schädigende Materialien für deine Ausrüstung)
  • Windschutz
  • Schutz vor Steinschlag, Ästen oder Lawinen
  • Zugang zu Wasser
  • Sonne am Abend und am Morgen
  • Aussicht
  • Ruhe
  • Kein Einblick vom Tal aus (Licht der Stirnlampen könnten dort fälschlicherweise für Notsignale gehalten werden.)
 

Grundlegendes zum Schlafen unter freiem Himmel

Mountain Equipment hat umfangreiche Tipps und Hilfestellungen in einem Ratgeber für "Draußen Schlafen Abenteuer" zusammen gestellt. Im Ratgeber erhältst du wichtige Infos dazu, was du alles beachten musst, wenn du alleine oder mit einer Gruppe draußen schläfst.

Ganz wichtig: informiere dich immer über die Regeln und Möglichkeiten in der Region in der du draußen schlafen möchtest.

 

Basierend auf Texten der JDAV Bayern.

 

Wind- und Wetterschutz

Ganz wichtig: Wetter im Auge behalten!

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Den Wetterbericht zu checken ist das A und O! Bei angesagtem Gewitter solltet ihr nicht draußen schlafen. Am einfachsten schützen euch die natürlichen Gegebenheiten. Unter Felsvorsprüngen oder Bäumen bleibt ihr eher trocken. Wände und Steigungen halten den Wind ab. Passt jedoch in Felsnähe immer auf Steinschlag und unter Bäumen auf abbrechende Äste auf! Ein Biwaksack schützt vor leichtem Regen. Durch eure Körpertemperatur bildet sich Kondensationsfeuchte im Biwaksack. Falls es das Wetter zulässt, ist es deswegen oft angenehmer auf den Biwaksack zu verzichten. Bei stärkerem Regen solltet ihr schnell anderen Schutz finden. Ein Tarp hält leichten Regen ab. Seitlicher Wind und feuchter Untergrund machen diesem jedoch mehr Probleme als einem Biwaksack.   

Hunger haben wir irgendwann alle

Gemeinsam die Verpflegung planen

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Vor einer Übernachtung unter freiem Himmel solltest du die Versorgung mit Essen und Trinken planen. Daran kann auch deine Gruppe gemeinsam arbeiten. Erstellt z.B. eine gemeinsame Einkaufsliste. So können alle ihre Wünsche äußern und im besten Fall wird an alle Unverträglichkeiten und Allergien gedacht. Auch die Einkäufe könnt ihr, sofern möglich, gemeinsam erledigen. Oder ihr verteilt die Einkäufe auf verschiedene Personen, damit sich alle beteiligen können und das Gemeinschaftsgefühl bereits im Vorfeld gestärkt wird.   Regional, saisonal, vegetarisch, vegan? Bezieht alle mit ein und fragt die Teilnehmer*innen: Was ist euch beim Essen wichtig? 

Toilettengang im Freien

Alles was du beachten musst

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Es empfiehlt sich Infos über das Thema Toilettengang vor Aktion draußen einzuholen und sie mit deiner Gruppe zu thematisieren. Gerade kleinere Kinder wissen eventuell nicht, wie man draußen auf's Klo geht. Ebenso solltet ihr mit allen Teilnehmer*innen die Entsorgung von Hygieneartikeln besprechen. Entsorgung von Klopapier und Hygieneartikeln beim Aufenthalt in der Natur bedeutet: Wieder mit nach Hause nehmen! Genauso wie euren restlicher Müll.   Für das größere Geschäft, ein möglichst flaches Loch graben und wieder mit dem natürlichen Bodenmaterial bedecken (in Oberflächennähe verrottet es schneller). Die Stelle sollte mindestens 50 Meter von Gewässern und von eurem Schlafplatz entfernt sein. Weitere Infos erhaltet ihr auf der Seite des DAV. 

Was ist erlaubt

wenn ich draußen schlafen möchte?

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