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#100jahre100menschen: Biwak oder Hütte?

Wir haben gefragt - das wurde geantwortet

28.06.2019, 16:30 Uhr

Was wünsche ich mir von der JDAV in Zukunft? Was mache ich am liebsten in den Bergen? Was habe ich durch die JDAV gelernt? - das sind nur 3 der insgesamt 13 Fragen, die wir bei unserem Jubiläumsprojekt "100 Jahre - 100 Menschen" gestellt haben. Welche 3 Fragen beantwortet wurden, durften sich die Teilnehmer*innen selbst aussuchen. Auffällig bei den Antworten ist jedoch, dass eine Frage ganz besonders häufig gewählt wurde: Biwak oder Hütte? Was würdest du wählen?

Zu dieser Frage haben wir außerordentlich viele Antworten bekommen: 22 von 50 Teilnehmenden haben uns diese Frage beantwortet. Und gewonnen hat eindeutig das Biwak! 12x wurde das Biwak genannt und nur 3x wurde sich eindeutig für die Hütte entschieden. Es gibt jedoch auch noch 7 Nennungen, bei denen sich die Befragten nicht zu 100% für eines der beiden entscheiden konnten.

 

Warum sich für Hütte oder Biwak entschieden wurde? Lest selbst:

 

Die Antworten auf die Frage "Biwak oder Hütte?" aus der ersten Jahreshälfte 2019

  • Nach einer viel zu warmen und zu lauten Nacht in der Hütte: eindeutig Biwak! Wenn der Rucksack mit der Biwakausrüstung zu schwer und der Weg zu weit ist: Hütte
  • Bei gutem Wetter und voller Hütte: Biwak. Bei schlechtem Wetter und leerer Hütte: Hütte. Aber insgesammt schon eher Biwak. Da ist einfach mehr Platz um einen herum.
  • Früher Biwak. Heute Hütte! :)
  • Eher Biwak als Hütte, aber optimal eine kuschelige, saubere Biwakschachtel oder Selbstversorgerhütte.
  • Hütte oder Biwak? Wenn ich schon mal die Wahl hätte, dann würde ich das Biwak wählen.
 

  • Biwak, da das Schlafen unter freiem Himmel und der naturnahe Aufenthalt am Berg immer wieder für besondere Erlebnisse sorgen. Außerdem zwingt das Rucksackvolumen den Bergsteiger zur Reduktion auf das Wesentliche, was auf wunderbare Art und Weise daran erinnert, wie wenig der Mensch doch eigentlich zum Leben braucht.
  • Biwak! Eines der intensivsten Erlebnisse in den Bergen ist eine Nacht unter freiem Himmel. Sie lebt von Reduktion und Einfachheit und bietet eine willkommene Gelegenheit mit unserer inneren und äußeren Natur in Kontakt zu kommen. Gerade diese elementare Resonanzerfahrung beugt den weitverbreiteten Entfremdungstendenzen in unserer Gesellschaft vor. Wichtig ist, dass die Aktion selbstbestimmt gewählt, gut und vor allem naturverträglich geplant wird, und am richtigen Ort stattfindet. Erstaunlich ist, wie man mit ganz wenig sehr viel erleben kann. Wir wünschen uns, dass Biwakieren auch für zukünftige Generationen noch möglich ist! Denn Biwak heißt: Einfach intensiv(er)leben!
 

  • Biwak - Es ist günstiger, flexibler und hat die bessere Aussicht. Aber manchmal ist eine Hütte doch ganz komfortabel.
  • Bei 1 Woche in den Bergen: 4x Biwak, 2x Hütte, 1x Selbstversorgung
  • Hütte - weil eine Hütte größer ist und gemütlicher als ein Zelt/Biwak.
  • Sowohl als auch, beides hat Vor- und Nachteile.
  • Hütte, weil sie für mich praktischer als ein Biwak ist und ich schöne Erinnerungen (und Erlebnisse) an "unsere" DAV-Hütte habe.
  • Biwak natürlich!
  • Ganz klar Biwak! Die Einsamkeit und Naturnähe find ich einfach grandios... wobei Winterraum ist auch ganz cool, da kann mans schön warm machen :-)
  • Immer noch gerne Biwak. Aber zugegebenermaßen mittlerweile mit Schlafsack und Isomatte…
  • ganz klar Biwak, am liebsten im Winter, (und am besten noch in Norwegen ;-) wenn's so richtig schön zapfig kalt ist...
  • Einfach weil ich es leider noch nie erlebt habe das Biwak. Aber ich finde die Hütten in ihrer Verschiedenheit auch total erlebens- und besuchenswert und bin immer wieder gerne dort.
  • Auch wenn ich mit zunehmendem Alter mehr Gefallen an Komfort auf Hütten finde, ist das Berg- und Naturerleben in einem Biwaksack, einer Biwakschachtel, einer Selbstversorgerhütte oder in einem Winterraum kaum zu überbieten. Gerade die Einfachheit, die scheinbare Unbequemlichkeit beim Übernachten und beim sich selbst zu verpflegen sind ein nicht wegzudenkender Teil zum Mythos der Freiheit in den Bergen und gehören zum tiefen Bergerlebnis.
  • Biwak! Meistens bevorzuge ich es draußen zu schlafen. Das reizende daran finde ich die absolute Ungebundenheit an Zeit und Ort. Ich muss keine Rücksicht darauf nehmen noch rechtzeitig einen Platz zu ergattern oder noch schlimmer das Abendessen zu einer bestimmten Zeit einplanen. Die Tagesdistanz kann ich auch an Fitness und Laue anpassen und muss nicht eine bestimmte Hütte erreichen. Das lässigste ist aber definitv der Reiz sich auf das Mindeste zu Reduzieren. Mit dem Verzicht auf alles was den "Buckel" unnötig beschwert lässt man meist auch eine ordentliche Ladung an nervigen Gedanken in der beheizten Wohnung. Und wo schläft es sich besser als in der Wildnis unterm Sternenzelt?
  • Eine Hütte! sie sind wichtige Zeugnisse für die Idee der Alpenvereine: Erschließung und Beheimatung in unwirtlichem Gelände. sie bietet Schutz vor Unbill durch Witterung und dient bei der Sportausübung als willkommener Stützpunkt. manche Hütten sind wahre "Kunstwerke", weil es eine Kunst war und ist, sie zu bauen und in exponierten Lagen zu erhalten. sie sind Ausdruck unseres Willens, unter hohem Einsatz immer wieder neues und manchmal fast unmögliches zu wagen. manche Hütten verzaubern durch ihre Lage, ihre Wirtsleute, die Gastlichkeit und sie schaffen Möglichkeiten für Begegnungen!
  • Biwak - Wer braucht schon ein Berghotel mit Halbpension wenn es den Sternenhimmel gratis gibt!
  • Biwak oder eigentlich noch lieber eine Selbstversorger Hütte, die es leider viel zu wenig gibt.