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Vorgehen im Verdachtsfall

Was ist zu tun, wenn ein Verdachtsfall besteht?

Sollten Kinder, Jugendliche oder Erwachsene als Opfer oder als Beobachter*in über sexualisierte Gewalt berichten, sind diese Äußerungen unbedingt ernst zu nehmen und keinesfalls vorschnell zu relativieren oder zu bagatellisieren.  

Wichtig ist in jedem Fall, erst einmal Ruhe zu bewahren und keine übertürzten Schritte zu unternehmen. Zunächst sollten die (eigenen oder von anderen geäußerten) Beobachtungen dokumentiert werden. Wer hat wann was gesehen, gehört, geäußert. Damit ist jedoch nicht gemeint, dass Ermittlungsarbeit geleistet werden soll. Ziel der Klärung ist es festzustellen, ob konkret Handlungsbedarf zur Gefahrenabwehr besteht bzw. inwiefern und welche weiteren Interventionsschritte notwendig sind. Es ist ratsam, darüber ein Beobachtungs- bzw. Gesprächsprotokoll anzufertigen. Dies hilft im weiteren Verlauf der Intervention und verdeutlicht auch dem Opfer, dass es ernst genommen wird.

Bei eindeutigen Fällen raten wir dringend, so bald wie möglich professionelle externe Beratung hinzuziehen. Bei körperlicher Gewalt und/oder Vergewaltigung muss ein*e Arzt *Ärztin und die Polizei informiert werden. Bei auf den ersten Blick nicht so eindeutigen Vorfällen, können Vertrauenspersonen in ihrer Sektion oder die Ansprechpersonen der Bundesgeschäftsstelle Unterstützung bieten.

Behandeln Sie in allen Fällen die Situation möglichst vertraulich, um das Opfer aber auch eine evtl. zu Unrecht unter Verdacht geratene Person zu schützen.

 

Ansprechpersonen in der Bundesgeschäftsstelle:

 

Christina Lehner

Bildungsreferentin
089/1400378
christina.lehner@alpenverein.de

 

Externe Beratungsstellen

Anonymes Kinder-/ Jugend-/ Eltern- Telefon:

http://www.nummergegenkummer.de

 

Informationsseite des Bundesministeriums für Familien, Senioren, Frauen und Jugend

http://www.trau-dich.de

 

Bundesweite Übersicht von Pro Familia - Beratungsstellen:

http://www.profamilia.de/angebote-vor-ort.html

 

Weisser Ring:

http://www.weisser-ring.de

https://www.weisser-ring.de/fileadmin/content/EHS/listnovember.pdf

 

Prävention sexualisierter Gewalt im Deutschen Alpenverein

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Kinder-, Jugend-, Familien-, Ausbildungs- und Trainingsgruppen des DAV bieten möglichen Täterinnen und Tätern ein potentielles Betätigungsfeld.