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Janine Wissler (Die Linke) zu Gast in der Jubi Bad Hindelang

06.08.2021, 16:00 Uhr

Die JDAV im Gespräch mit Janine Wissler (Die Linke).


Am 15. Juli 2021 machte sich eine kleine Delegation aus JDAV-Vertreter*innen auf den Weg nach Bad Hindelang. Aus verschiedenen Richtungen kamen die Teilnehmenden und trafen sich in der Jubi, um dort Janine Wissler (Die Linke) zu treffen. Jugendpolitische Themen, Nachhaltigkeit, Jugendarbeit in den Sektionen, Diversität - die Themen waren breit gestreut, um die Anliegen und Themen der JDAV vorzubringen und in den Austausch mit der Spitzenpolitikerin zu kommen.

 

Bei einem ungezwungenen Rundgang durch die Jubi und bei Kaffee und Kuchen, haben sich alle Teilnehmenden in entspannter Atmosphäre unterhalten und ausgetauscht.

 

Einen kurzen Nachbericht von Jakob Neumann (DAV Presse) gibt es untenstehend zu lesen:

 

München, 19. Juli 2021

Von Jakob Neumann

 

Corona hat Spuren hinterlassen, in der Jubi genauso wie im Rest der JDAV. Janine Wissler, Spitzenkandidatin der Linken, hat sich bei einem Ortsbesuch in Bad Hindelang informiert.

 

Eigentlich wollte Janine Wissler die Gelegenheit nutzen, dass sie schon mal hier ist. Sie hatte sogar einen Schlafplatz auf der Rappenseehütte reserviert. Aber es regnet seit Tagen und es wird wohl auch am Wochenende nicht aufhören. Deshalb fährt sie nach dem Termin wieder zurück in ihren Wahlkreis nach Frankfurt.

 

Doch noch ist es nicht soweit. Kurzer Rundgang durch das denkmalgeschützte Gebäude, inklusive Heizkeller und „Schmutzschleuse“. Zuvor die Frage „Du oder Sie?“. „Auf einer Hütte würden wir uns auch duzen“, sagt Wissler. Alles klar, das macht einen solchen Termin auch entspannter. Nach der Hausführung gibt es Kaffee und Apfelkuchen. Am Tisch sitzen Ella Schott, stellvertretende JDAV-Landesjugendleiterin Baden-Württemberg, Michael Elstner, stellvertretender Bundesjugendleiter und Daniel Sautter, Geschäftsführer der JDAV. Wissler ist mit ihrem Fahrer und ihrer Pressesprecherin gekommen. Das „du“ gilt für uns alle.

 

Wissler möchte wissen, wie geht es dem DAV und der JDAV ganz allgemein. Sie ist interessiert, hört zu, stellt kluge Fragen. Insbesondere interessiert sie sich für die Bildungsinhalte, die die JDAV jungen Menschen vermittelt.

 

Die JDAV hat einen starken Fokus auf Nachhaltigkeit, klar, engagiert sich aber auch gegen Rassismus, Diskriminierung und sexualisierte Gewalt. Das Gespräch entwickelt sich, auch Corona wird thematisiert. Besonders die Jugendarbeit in den Sektionen hat unter den langanhaltenden Maßnahmen gelitten. „Die, die sich vor der Pandemie engagiert haben, sind zum Teil nicht mehr da und durch die Einschnitte fehlt es uns jetzt an Nachfolger*innen. In vielen Sektionen muss man Strukturen komplett neu aufbauen“, sagt Ella Schott.

 

Michael Elstner erklärt das Engagement der JDAV für eine diverse Mitgliedschaft: „Mit Queerfeldein haben wir eine Veranstaltung, mit der wir LGBTQ*-Menschen ansprechen und ihnen einen Raum bieten möchten.“ Tatsächlich sind Minderheiten im DAV eine Minderheit. Der DAV wurde 1869 als bildungsbürgerlicher Verein gegründet und dieses Verständnis steckt noch immer in seiner DNA.

 

Nach zwei Stunden verabschiedet sich Wissler. Nicht jedoch ohne vorher über die Geschichte des Alpinismus zu sprechen, die ja nicht immer so liberal und inklusiv wie heute gewesen ist. Dass der DAV seine Geschichte in der Zeit des Nationalsozialismus offen, ehrlich und schonungslos aufgearbeitet habe, hält Wissler für eine wichtige Errungenschaft.