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Wir helfen der Natur!

Anpacken, Spaß und Sinn

Seit vielen Jahren unterstützen unsere Jugendkurs-Teilnehmer*innen die sensible Allgäuer Natur an drei unterschiedlichen Orten: im Hochmoor, im Bergwald und auf der Weidealm.

Der Erhalt von Mooren ist enorm wichtig für den Klimaschutz. Indem wir helfen, das Moor zu erhalten und bei Renaturierungsmaßnahmen unterstützen, schützen wir eine wichtige CO2-Senke.

 

Auch Bergwälder sind unentbehrlich für unsere Umwelt. Die Wurzeln der Bäume halten die fruchtbare Erde fest, schützen die Menschen unten im Tal vor Lawinen und Steinschlag und wirken sich positiv auf den Hochwasserschutz aus. Wenn wir kleine Schösslinge setzen, kann der Bergwald mit seiner Schutzfunktion erhalten werden.

 

Auf den Almen weiden im Sommer die Kühe und liefern Milch, die von den Älpler*innen oft gleich in der eigenen Käserei verarbeitet wird. Durch die Beweidung ist über Hunderte von Jahren eine einzigartige Landschaft entstanden, die Heimat für viele besondere Tier- und Pflanzenarten ist. Indem wir die Bergweiden pflegen, schützen wir diesen Lebensraum und unterstützen die traditionelle und artgerechte Nutztierhaltung.

 

In allen Umweltbaustellen gibt es viel zu lernen, denn wir schuften nicht nur, sondern treffen Förster*innen und Biolog*innen, machen Ausflüge – und chillen.

 

Kein DAV-Mitglied - kein Problem!

Denn um an einer Umweltbaustelle teilzunehmen, musst du kein DAV-Mitglied sein.

Hast du Lust, mitzuhelfen? Alle Termine, freie Plätze und die Anmeldung findest du hier: JDAV Umweltbaustellen

 

Was wir bei den Umweltbaustellen machen und welche Umweltbaustelle für welche Altersklasse geeignet ist, erfährst du unten:

 

Umweltbaustelle für Kids - Ein Moor wieder vernässen

Im Moor leben viele selten gewordene Tiere und Pflanzen. Die Pflanzen speichern unglaublich viel Kohlenstoff und helfen so gegen den Klimawandel und die Erderwärmung. In Bayern sagt man häufig „Moos“ statt „Moor“. Das „Kematsrieder Moos“ ist ein bedeutendes Hochmoor in den Allgäuer Alpen. Hier schneiden wir Büsche und Bäume aus, die nicht hierher gehören und schütten Gräben zu, aus denen das Wasser aus dem Moor abläuft. So können wir dafür sorgen, dass sich die Tiere, die früher hier lebten (zum Beispiel Libellen, Wasserläufer und Moorfrösche), wieder im Moor ansiedeln. Zusätzlich können Moose, die viel mehr Wasser speichern können, als sie selbst wiegen, wieder im Moor wachsen. Du lernst, was du selbst für den Klimaschutz tun kannst und hilfst, den Treibhauseffekt zu verringern. Spaß macht es übrigens auch noch!

 

  • Klimaschutz im Moor (10 – 13 Jahre)
 

Umweltbaustelle Bergwald - Einen Schutzwald sanieren

Direkt am Alpenrand ragt der steile Bergrücken des Grünten empor, er trägt den beeindruckenden Beinamen Wächter des Allgäus. Seit 1985 engagieren wir uns hier jeden Sommer, um den gefährdeten Schutzwald zu sanieren. Ein erfahrener Förster führt uns in die Arbeit ein und erklärt uns die naturschutzfachlichen Hintergründe. Der überalterte Bergwald hat eine wichtige Schutzfunktion, er hält den fruchtbaren Boden fest und verringert die Lawinengefahr für die Orte im Tal.

Unsere Arbeit am steilen und weglosen Hang besteht vor allem im Pflanzen von jungen Buchen, Fichten oder Tannen, im Anbringen von Schutzvorrichtungen gegen Wildverbiss und in der Pflege der Jungbestände. Wir laden dich ein, deinen ökologischen Fußabdruck zu verringern, das Ergebnis deiner eigenen Arbeit unmittelbar zu sehen und dabei auch noch von Fachleuten spannende Dinge über Wald und Wild zu lernen.

 

  • Waldpflege direkt am Berghang (14 – 18 Jahre)
 

Umweltbaustelle "Die Welt der Alphirt*innen"

In der Bilderbuchlandschaft der Allgäuer Berge leben und arbeiten die Alphirt*innen zwischen Weide- und Wildwiesen, Nutz- und Wildtieren. Die Älpler*innen und ihr Vieh bewegen sich dabei in einer über Jahrhunderte entstandenen Natur, dessen verschiedene Kräuter Menschen und Tieren eine „Alpenapotheke“ bieten. Das Beweiden verbindet Landschaftspflege mit Naturschutz und erhält die Biodiversität. Allgäuer Alpwiesen sind meist zu steil für schwere Maschinen, deshalb wird dort immer noch mit der Hand „geschwendet“, um die Verbuschung der Wiesen zu verhindern.

Wir besuchen eine Sennalpe, auf der die Milch der Kühe noch oben auf dem Berg zu Käse und Butter verarbeitet wird - das schauen wir uns natürlich genauer an. Wir helfen, die Weiden vor dem Verbuschen zu schützen, legen Steinhaufen für Insekten und Reptilien an oder entfernen nichtheimische Pflanzen.

Gemeinsam mit Expert*innen vom Landesbund für Vogelschutz beobachten wir Steinadler und Murmeltiere und lernen wilde Bergblumen und den Artenreichtum an Insekten und andere Wiesenbewohner*innen kennen.

 

  • Naturschutz auf Almweiden und Quellfluren (16 – 26 Jahre)
 

Die Umweltbaustellen im Rahmen des Jugendkursprogramms werden von unserem Partner Gobetrotter unterstützt.