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Wer sucht, der kann finden ...

Durch die Neuschneefälle der letzten Niederschlagsperiode kann man an hochgelegenen Zielen am Wochenende durchaus Powder erwischen.

Weekend Report 10. bis 12.2.2017

 

Lawinensituation

 

Während am Alpenrand und in den Nordalpen nördlich des Inntals am Donnerstag maximal eine mäßige Lawinengefahr ausgegeben wurde, besteht am Schweizerischen, Österreichischen und Südtiroler Alpenhauptkamm teilweise noch eine erhebliche Lawinengefahr.

 

Diese geht vor allem von, mit wenig Schnee überdeckten bodennahen Schwachschichten aus, die leicht gestört werden können. Die Gefahrenstellen dieses Altschneeproblems liegen vor allem in steilen Hängen und Kammlagen zwischen 2200m und 2800m, bevorzugt in den Expositionen von Nordwest über Nord bis Nordwest. Vorsichtig zu beurteilen sind zudem Übergänge von viel zu wenig Schnee.

Ansonsten haben sich laut Tiroler Lawinenwarndienst Neu- und Triebschnee der vergangenen Niederschlagsperiode recht gut gesetzt. Auch die Verbindung mit der Altschneeoberfläche hat zugenommen. In schattseitigen Lagen oberhalb 2400 m sind kleinräumige Triebschneeansammlungen aber immer noch störanfällig.

Insgesamt soll die Lawinengefahr in den kommenden Tagen leicht zurück gehen.
 

 

Schneesituation

Durch die warmen Temperaturen und die zwischenzeitlich sehr hohe Schneefallgrenze haben sich die Tourenbedingungen am Bayerischen Alpenrand leider verschlechtert. Hier muss man möglichst hoch gelegene und nordseitige Touren anvisieren, bzw. auf Pisten-Touren ausweichen.

Am Alpenhauptkamm hat der Neuschnee zu einer leichten Verbesserung der Gesamtsituation geführt und laut vieler Forenberichte sogar Powder-Abfahrten zu Wochenbeginn ermöglicht.

So sind beispielsweise viele Touren rund um Kühtai mittlerweile machbar, wobei man allerdings nach wie vor gut auf Steine acht geben muss.

Besonders hervorzuheben ist ein post von der Hinteren Jamspitze, der von ausgezeichnetem und genügendem Pulverschnee berichtet. Tatsächlich hat die Silvretta mit am meisten Neuschnee in der letzten Niederschlagsperiode abbekommen.

Zudem ist darauf hinzuweisen, dass nach einer extremen Durststrecke auch Osttirol und Kärnten endlich Schnee abbekommen haben, wie z.B. Tourenberichte aus den Deferegger Alpen berichten.

 

 

Wochenendwetter

In den Ostalpen stellt sich am Freitag eine Föhnlage ein, die südlich des Hauptkamms für dicke Wolken und in den Nordalpen hohe Wolkenfelder sorgt. Die Temperaturen liegen auf 2000 m bei -5 Grad im Süden und -2 Grad im Norden. Hochalpin weht ein teils starker Südwestwind

Am Samstag klingt die Südströmung ab. Hohe Restwolken über den Gipfeln ziehen vormittags gegen Osten ab. Im Westen ist es von Beginn an ziemlich sonnig. Südlich des Alpenhauptkamms stauen sich besonders in der ersten Tageshälfte noch tiefe Restwolken. Der Sonntag soll im gesamten Ostalpenraum ziemlich freundlich ausfallen.

In den Westalpen wird ein ähnliches Wochenendwetter vorhergesagt, wobei es am Samstag in der Schweiz schneller verbreitet aufreißen soll als in den Ostalpen.

 

Fazit

Auch wenn die Schneehöhen überall nach wie vor unbefriedigend sind, ist das kommende Wochenende recht vielversprechend. Wer für eine Mehrtagestour Zeit hat, könnte z.B. in die vergleichsweise neuschneereiche Silvretta fahren, wobei darauf hinzuweisen ist, dass am Donnerstag die Tiroler dort Lawinenstufe 2, die Schweizer hingegen Stufe 3 ausgaben.

Wer hingegen nur für eine Tagestour Zeit hat, sollte in den Nordalpen hoch gelegene Tourengebiete, wie beispielsweise die Lechtaler Alpen rund um Berwang aufsuchen.

In den Voralpen, bzw. am Alpenrand wird man wiederum in den Allgäuer Alpen die vergleichsweise besten Schneeverhältnisse vorfinden.

 

(Stand 9.2. - 16 h)

 

Wichtiger Hinweis: Den aktuellen Lawinenlagebericht und die neuesten Wetterprognosen muss man bevor es losgeht natürlich trotzdem abchecken. Denn beides kann sich schneller ändern als einem lieb ist!