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Weekend Report

7. bis 9. Dezember 2018

06.12.2018, 15:23 Uhr

So unerwartet der Schnee letzte Woche die Bayerischen Voralpen überzuckerte, so schnell verschwand er wegen einer hohen Schneegrenze am Wochenende auch schon wieder. Nach dem nächsten zögerlichen Wintervorstoß am vergangenen Dienstag stehen aber jetzt die Chancen auf eine satte Packung Neuschnee gar nicht mal so schlecht.

Tourenverhältnisse

Wegen der am vergangenen Wochenende stark angestiegenen Schneefallgrenze präsentierten sich die Nordalpen zu Wochenanfang bis auf etwa 1800 Meter wieder weitgehend schneefrei. Am Dienstag schneite es dann wieder bis auf etwa 1200 Meter hinab, wobei allerdings maximal 10 cm gefallen und diese wegen der hohen Temperaturen auch schon wieder am schmelzen sind. Alles in allem sind Wege und Steige daher derzeit recht matschig und rutschig. Und zum Skitourengehen reicht der Schnee am Alpenrand und in den meisten Regionen der Ostalpen (abseits von beschneiten Pisten) noch lange nicht aus.

Deutlich besser schaut es nach wie vor in der Schweiz und hier vor allem entlang und südlich des Alpenhauptkamms aus. Hier sind Skitouren beispielsweise im Oberengadin, am Oberalppass, rund um San Bernadino oder im Bredetto Tal bereits möglich. Allerdings herrscht dort vielerorts Lawinenstufe drei, weil auf der gut gesetzten Altschneedecke verbreitet Triebschnee anzufinden ist.
Wenn die Schnee-Prognostiker recht behalten, dürfte sich aber auch in den Ostalpen die Schneesituation deutlich verbessern, was uns zu den Wetteraussichten bringt.

 

Wochenendwetter

Am Freitag zeigen sich vor allem nördlich des Hauptkammes kompakte Wolkenfelder über den Gipfeln der Ostalpen, die diffuses Licht bringen. Zwischendurch wird es auch sonnig. Im Norden weht ein mäßiger bis lebhafter Westwind. Die Nullgradgrenze liegt bei 3000 m. Deutlich mehr Sonne, dafür aber weniger Wind wird am Freitag südlich des Alpenhauptkamms erwartet.
In der Nacht zum Samstag breiten sich Schneeschauer aus, die nachts auch im Süden durchziehen. Nach einer kurzen Beruhigung setzen sie sich nördlich des Hauptkammes fort, während im Süden die Bewölkung abzieht. Es weht im Gebirge ein stürmischer Wind. Am Sonntag intensiviert sich der Schneefall im Norden bei einer Schneefallgrenze von etwa 1100 m. Südlich des Hauptkammes bleibt es trocken und abseits davon auch sonnig.
Dieser Nord-Süd-Gegensatz in Sachen Wochenendwetter wird auch in den Westalpen erwartet.

 

Fazit

Skitourengeher die es gar nicht mehr abwarten können haben zwei Möglichkeiten: Entweder sie benutzen eine bereits beschneite Piste als „Starthilfe“ in die Skitouren-Saison. Oder aber sie weichen für ein verlängertes Wochenende in die Schweiz aus, wo man in den oben angegeben Regionen brauchbare Tourenmöglichkeiten findet.
Dabei ist aber sowohl wegen des durchwachsenen Wetters als auch von der Lawinengefahr her, welche am Wochenende ansteigen dürfte ein sehr defensives Risikomanagement erforderlich.