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Rückkehr des Winters?

Am Freitag könnte eine Kaltfront die schlechte Schneelage etwas verbessern. Aus Termingründen erscheint der CYR Weekend Report diese Woche bereits am Mittwoch.

Weekend Report 23. bis 26.2. 2017

Lawinensituation

Während in der Schweiz und in Vorarlberg am Mittwoch eine mäßige Lawinengefahr ausgegeben wurde, wurde diese in den Bayerischen Alpen, in Teilen Tirols, in Südtirol und im Bundesland Salzburg als erheblich eingestuft.

In den Hochlagen besteht die Hauptgefahr in frischen Triebschneeansammlungen. Diese sind eher klein, aber recht störanfällig. Gefahrenstellen liegen in steilen, schattseitigen Hängen oberhalb 2000 m, die von West über Nord bis Ost gerichtet sind, sowie allgemein in Kammlagen aller Expositionen. Mit starken bis stürmischen Höhenwind aus West entstanden am Mittwoch weitere Triebschneeansammlungen.
Unterhalb von etwa 2000 m hat die Schneedecke auf Grund der Durchfeuchtung an Festigkeit verloren. Wegen der Durchfeuchtung der Schneedecke, fehlender nächtlicher Abkühlung und milden Temperaturen ist in mittleren Lagen aus noch nicht entladenen Steilflächen aller Hangrichtungen mit der Selbstauslösung von Naßschnee- und Gleitschneelawinen (bis Donnerstag) zu rechnen.

Zum Wochenende hin sollte sich die Schneedecke aufgrund eines Temperaturrückgangs zwar verfestigen, allerdings muss man in Anbetracht des Triebschnees und mit weiteren Schneefällen den aktuellen Lagebericht sehr gut im Auge behalten.

 

Schneesituation

Leider hat sich die Schneelage in den letzten Tagen weiter verschlechtert. Am Alpenrand ist die Schneedecke bis in mittlere Lagen stark abgeschmolzen, sonnseitig bis 1200 m weitgehend ausgeapert. Bis in hohe Lage ist der übrig gebliebene Schnee bis zum Boden durchfeuchtet.

Von daher muss man hoch gelegene und möglichst nordseitige Skitourenziele anvisieren.

Am Alpenrand findet man nach wie vor im Allgäu noch die besten Verhältnisse an.

Oberhalb 2000 m hat es im Arlberg/Außerfern, in den Nordalpen, Kitzbüheler Alpen sowie den Tuxer Alpen hingegen Neuschneezuwächse von 20 bis 30 cm gegeben. Am Hauptkamm waren es nur 5 bis 10 cm.

 

Wochenendwetter

Nach einem schönen und noch milden Donnerstag zieht in der zweiten Nachthälfte eine Kaltfront mit starker Bewölkung heran. Am Freitag ist meist dicht bewölkt mit Schneefall. Die Schneefallgrenze sinkt auf etwa 800 m und tiefer. Der Wind dreht auf Nordwest und wird im Tagesverlauf schwächer. Bis Samstag werden 10 cm bis 15 cm Neuschnee in den Nordalpen erwartet. In den Hohen Tauern und in den Julischen Alpen können bis 45 cm fallen.

Am Samstag und Sonntag folgen zwei recht sonnige Tage, wobei es wieder kälter ist und in der Höhe ein starker Nordwind weht. Hohe Wolkenfelder können am Sonntag am Nordrand der Alpen die Sonne etwas abschatten.

In den Westalpen ist das Wochenendwetter vergleichbar, wobei am Freitag für die Nordstaulagen bis zu 30 cm Neuschnee drin sind.

 

Fazit

Man sollte die Neuschneefälle des Freitag abwarten und am Wochenende dann am besten gleich zwei Tage auf Powder-Suche gehen. Am meisten Neuschnee wird man diesbezüglich auf der Nordseite der Zentralschweiz, sowie in den Hohen Tauern finden.
Wer nur einen Tag Zeit hat, sollte wiederum an hoch gelegenen Skitourenzielen des Ausserfern noch genug Schnee finden. In allen Gebieten muss das Risikomanagement natürlich den aktuellen Lageberichten angepasst werden.

(Stand 22.2. - 17:30 h)

Wichtiger Hinweis: Den aktuellen Lawinenlagebericht und die neuesten Wetterprognosen muss man bevor es losgeht natürlich trotzdem abchecken. Denn beides kann sich schneller ändern als einem lieb ist!