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Kommt endlich Schnee im neuen Jahr?

Abgesehen von Teilen der Ostalpen hat sich die Schneelage seit dem letzten Report nicht verbessert.

Lawinenlage

In der Schweiz herrscht am Alpenhauptkamm vom Grossen St. Bernhard bis zum Lukmanierpass und südlich davon mäßige Lawinengefahr. Dort wurde während der letzten Tage in der Höhe Schnee verfrachtet. In diesen Gebieten sind die älteren, größeren Triebschneeansammlungen hart und kompakt. Zudem ist dort an windgeschützten Schattenhängen zwischen rund 2200 m und 3000 m eine Schwachschicht im mittleren Teil der Schneedecke eingelagert, in welcher die Auslösung von Lawinen möglich ist. Diese können vor allem im südlichen Simplon Gebiet und im nordwestlichen Tessin eine gefährliche Größe erreichen.

Auch in den Hohen Tauern, dem Tennengebirge und der Osterhorngruppe herrscht eine mäßige Lawinengefahr. Dort hat ebenfalls stürmischer Wind aus West bis Nord umfangreichen Triebschnee aus Neuschnee gebildet. Gefahrenzonen liegen in Rinnen und in sehr steilen Triebschneebereichen (kammnah und kammfern), insbesondere auf den Ost- und Südseiten und von 2000 m aufwärts. Am östlichen Südtiroler Hauptkamm wird ebenfalls Lawinenstufe zwei herausgegeben.

An dieser Situation wird sich bis Sonntag nicht viel ändern.

In Tirol und in Bayern wird hingegen noch kein regelmäßiger Lawinenlagebericht herausgegeben.

 

Schneesituation

Nur in den Ostalpen sind in den letzten Tagen z.B. in der Osterhorngruppe, im Tennengebirge, am Gosaukamm, am Dachstein und in den Niederen Tauern15 bis 30, stellenweise auch bis zu 50 cm gefallen. Hier kann man mit etwas Gespür durchaus Pulver, bei allerdings auch dort mangelhafter Unterlage finden.

Die viel versprechendsten Forenbeiträge findet man nach wie vor in der Zentralschweiz (z.B. sind dort Piz Rotondo, Kleines Furkahorn oder Pazolastock möglich) sowie im Tessin (hier vor allem oberhalb des Bredetto Tales).

In den bayerischen Alpen funktionieren Skitouren allenfalls auf Pisten und am Tiroler Hauptkamm allenfalls von Gletscherskigebieten aus.

 

Wochenendwetter

Die kommenden drei Tage versprechen sowohl in den West- als auch in den Ostalpen bestes Bergwetter. Es ist sonnig mit bester Fernsicht, wobei es nachts frostig ist und die Temperaturen dann tagsüber bei etwa 0° bis 2°C auf 2000 m zu liegen. Es ist zudem eher schwachwindig.

Erst ab dem soll sich das Wetter umstellen und die Chancen auf den ersehnten Neuschnee steigen lassen.

 

Fazit

Wer übers Silvester-Wochenende drei, oder vier Tage in die Berge fahren will, sollte in die Zentralschweiz oder an den Tessiner Alpenhauptkamm fahren, muss dort aber eine gewisse Triebschneegefahr berücksichtigen.

Ein gute Idee ist z.B. ein Wochenende auf der Rotondohütte die ganz aktuell mit „Wir haben genug Schnee und gute Verhältnisse.“ auf ihrer Homepage wirbt.

Echte Freeride Fans müssen sich in Sachen Pulver weiter gedulden und wer nur einen Tag Zeit hat, dem bleibt bis Neujahr nicht viel mehr übrig als eine Pistenskitour zu unternehmen.

 

Euch allen einen guten Rutsch!!!

 

(Stand 29.12. 16 h)