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CYR Weekend Report

9. bis 11. Februar 2018

08.02.2018, 15:22 Uhr

Nach einem viel zu warmen Januar zeigt der Februar, wie ein Bergwinter aus zuschauen hat. Auch wenn man nicht hüfthohen Powder erwarten darf, stehen die Chancen auf ein gutes Tiefschneewochenende nicht schlecht.

Lawinensituation

Im gesamten deutschsprachigen Alpenraum (Schweiz, Vorarlberg, Tirol, Bundesland Salzburg, Südtirol) wurde am Donnerstag eine mäßige Lawinengefahr ausgegeben. In den Bayerischen Alpen wird die Gefahr mit Stufe 1 sogar selbst über der Waldgrenze als gering eingeschätzt.

Nach Ansicht des Tiroler Warndienstes hat der Neuschnee der vergangenen 24 Stunden keinen wesentlichen Einfluss auf die Lawinensituation. Die Altschneedecke ist weitgehend gut gesetzt und stabil. Der darauf lagernde Pulverschnee ist wegen der tiefen Temperaturen oft noch locker, manchmal aber auch schon vom Wind beeinflusst. Die Triebschneeansammlungen, die sich während der vergangenen Tage gebildet haben, sind meist nur klein. Da sie aber häufig auf lockerem Schnee oder Oberflächenreif lagern, ist die Störanfälligkeit entsprechend recht hoch.

An diesen verbreitet günstigen Lawinenverhältnissen wird sich am kommenden Wochenende wenig ändern.

 

Schneesituation

Die fast überall hohe Altschneedecke hat zum vergangenen Wochenende hin in den Nordalpen eine Neuschneeauflage von etwa 20 cm bekommen. Zum Donnerstag kamen noch einmal um die 5 cm feinster Pulverschnee hinzu.
Dort wo die Pulverschneeauflage geringer ist, muss man bei der Abfahrt mit einer oft recht ruppigen Oberfläche der Altschneedecke rechnen.
Und auf eine spezielle Gefahr im Steilgelände sei zudem hingewiesen: Hier ist unter dem Neuschnee immer wieder eine sehr harte Eisschicht anzutreffen, die von einer im Januar hoch reichenden Regenperiode stammt. Im Zweifelsfall sollte man bei sehr ambitionierten Touren lieber Pickel und Steigeisen mitnehmen.

 

Wochenendwetter

In den Ostalpen verläuft der Freitag am und nördlich vom Hauptkamm sonnig mit zeitweiligen Wolkenfeldern oberhalb der Gipfel. Südlich des Hauptkammes ist es wechselnd, teils auch dicht bewölkt. Die Temperatur liegt in 2000 bei -7 bis -5°C. Es weht ein schwacher bis mäßiger Wind.
Am Samstag zieht eine Störung im nördlichen Alpenraum durch, die Wolken und leichten Schneefall bringt. Im Süden ist es sonnig und trocken. Am Sonntag ziehen im Westen rasch Wolken auf, im Osten bleibt es noch sonnig. Nachmittags breiten sich die Wolken langsam auch dorthin aus, im Nordwesten kommt schwacher Schneefall auf.
In den Westalpen sind die Verhältnisse vergleichbar, mit dem Unterschied, dass sich dort am Sonntag die Wolken überall rasch ausbreiten.

 

Fazit

In Sachen Skitouren und Freeriden gibt es am kommenden Wochenende ein weites Betätigungsfeld. Wer viel Sonne will, muss nach Möglichkeit gleich den morgigen Freitag nutzen. Allerdings muss man gerade bei Variantenabfahrten gut auf eingewehte Rinnen und Mulden im Kammbereich achten, wo nämlich störanfällige Triebschneepakete anzutreffen sind.